Dienstag, 22. Dezember 2009

Ankommen in einer ganz besonderen Zeit...

4 Tage Deutschland liegen hinter uns und wir genießen alles im Turbogang :-) Klimawechsel von +25°C auf -13°C , dicke Winterstiefel, Mütze, Schal, Handschuhe und alles was dazu gehört... Die erste kleine Schneeballschlacht und das erste Rodelabenteuer liegen hinter uns... Es gibt keine Berührungsängste mit dem nassen Element!!! Heute zog es uns alle auf den "Mercado Navidad". Gemeinsam mit den den kolumbianischen amigos Sara y Sebas wurden Bratwurst in die "Hamsterbacken" gestopft, Riesenrad und Karussell gefahren und immer wieder festgestellt, das Alemania mucho frio ist :-) Nach dem "anstrengenden" Tag liegen die beiden Mädels nun im Bett und träumen sicherlich von "Papa Noel"... 2 Tage noch bis zum 24. Dezember!!! Auch bei uns läuft alles im Schnelldurchlauf... Yury und Anyi wurden angemeldet, der Weihnachtsbaum und Geschenke gekauft und die ersten Pläne für die Festtage geschmiedet... Ein paar kleine Vorweihnachtsimpressionen seht ihr hier:

Samstag, 19. Dezember 2009

Ü-Day + 25



Es ist geschafft!
3 Wochen und 6 Tage nach Einreise in Kolumbien sind wir wieder zu Hause. Von Tür zu Tür haben wir 27 Stunden gebraucht. Hector, eine Seele von Mensch, hat uns zum Flughafen gebracht und uns in gewohnter Weise, vorbei an allen Schlangen ruckzuck einchecken lassen. Dann haben wir noch eine Kleinigkeit zusammen gegessen und getrunken und dann hieß es Abschied nehmen. Übrigens: Eine Ausreisegebühr muss nicht mehr bezahlt werden.
Gestern noch bei 24°C in Bogotá geschwitzt und heute schon gebibbert. Das Empfangskomitee in D´dorf musste sehr geduldig sein. Erst hatte die Maschine aus Madrid 45min Verspätung und dann hat auch noch das Kofferband in D´dorf gestreikt. Unsere 5 Koffer sind innerhalb von 1,5 Stunden auf 3 verschiedenen Kofferbändern entladen worden. Bis zu Letzt ist das "Warten" Bestandteil unserer Adoption. Familie und Freund haben uns liebevoll in Empfang genommen. Tolle Plakate, Luftballons und Sekt durften nicht fehlen. Auf der Fahrt vom Düsseldorfer Flughafen nach Bielefeld hat es zeitweise ordentlich geschneit. Bei -12°C !!!! sind wir um 23:30 in der casa Vogt angekommen. Yury und Anyi haben im Galopp die casa durchstöbert um dann in ihrem Kinderzimmer zu bleiben. Alles was an Puppen, Teddys und anderen Schätzen schon da war oder mitgebracht wurde, musste mit ins cama. Die Beiden haben super durchgehalten, kaum gequengelt, jetzt noch mal 1 Stunde aufgedreht um dann sofort selig zu schlafen.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ü-Day + 22


Das Ende naht! Das klingt zunächst viel schlimmer als es ist. Wir haben heute mit Don Hector unsere Flüge umgebucht. Wir starten nicht mehr am 22.12 sondern schon am 17.12! D.h., Ankunft in Düsseldorf am 18.12. Es wäre auch schon einen Tag eher gegangen. Nur dann hätten wir mehr als 8 Stunden Aufenthalt in Madrid gehabt und wären erst um 22:15 in Düsseldorf gelandet! Das ist für uns und dem Abholkommando nicht zumutbar und den Tag länger im Zuetana halten wir locker auch noch aus.
Aufgepasst! Wir kommen mit IB3522 aus Madrid und landen am 18.12.09 um 18:20 in Düsseldorf!!!!

Heute ist Gammeltag. Ich (M) war mit dem Hektiker Fernando beim ICBF, um das Dingsbums 23 zu bekommen. Leider durfte ich in den heiligen Hallen des ICBF keinen Fotoappart mitnehmen. Ich habe aber heimlich zwei Fotos mit dem Handy gemacht - nicht weitersagen...
Ach so - einen Fragebogen (in Deutsch!) habe ich auch noch ausgefüllt.
Heute Abend hat uns Miguel von Viventura zu sich nach Hause eingeladen. Seine Haushälterin Clara hat eine leckere Ajiaco Bogotano gekocht. Das ist so eine Art Kartoffelsuppe mit Hühnchen und Mais. Von Viventura hatte ich in Frankfurt bei einer Veranstaltung eine Salsa-Nacht mit Abendessen auf dem Moncerrate gewonnen. Da mein linker Fuß noch nicht salsatauglich ist und wir auch die Ninas im Schlepptau hatten, haben wir gemeinsam die Veranstaltung etwas angepasst.

Am Mittwoch gibt es die deutschen Pässe für die Kinder und wir werden ab 10:00 den obligatorischen Ausflug mit Don Hector machen. Also rauf auf den Moncerrate, ab durch die Altstadt und rein ins Goldmuseum.

Montag, 14. Dezember 2009

Ü-Day + 21

Seit Sonntag Mittag sind wir wieder im Bogotá. Hier ist strahlendes Sommer-Sonnenwetter, fast ohne Wolken. Wenn wir in der Kaffeeregion mal immer so ein Wetter gehabt hätten...
Wir sind wieder im Zuetana 106 (die Eingeweihten wissen, was ich meine) mit den üblichen kolumbianischen Anfangsschwierigkeiten - 2,5 Stunden auf das Zimmer gewartet (2 Betten mussten aufgebaut werden?! Das, obwohl wir 2 Tage vorher angekündigt waren), Dusche kalt und unser Abendessen vergessen...
Mein nachträgliches Beileid an alle, die hier länger als eine Woche ausharren mussten.
Es ist auch noch eine Familie aus Oldenburg hier, die eine dreijährige Tochter in Bucaramanga adoptiert haben und noch einen leiblichen Sohn haben. Alle spielen jetzt im "Spielzimmer".
Heute morgen waren wir mit Fernando (Eine Ausgeburt von Freundlichkeit!) schon in der Deutschen Botschaft und haben die deutschen Pässe für Yury und Angi auf den Weg gebracht.
Am Dienstag geht es noch mal kurz zum ICBF und dann können wir wohl unseren Rückflug VORBUCHEN. Drückt uns die Daumen!!!

Anbei noch ein paar Impressionen vom Flug Manizales - Bogotá

Sonntag, 13. Dezember 2009

Ü-Day +19



Den letzten Tag in der Kaffeeregion haben wir genutzt, um mit unser Betreuerin Ute einen Ausflug zu ihrer Finca im Nebelwald, ganz in der Nähe von Manizales zu machen. Eine Viertelstunde Fahrt mit dem Taxi, dann ging es zu Fuß weiter. Eine Stunde leicht Berghoch (in Kindergeschwindigkeit) auf einem gewundenen Feldweg, dann waren wir schon fast unterhalb der Wolkengrenze auf 2400m und an der Finca angekommen. Auf dem Weg dahin musste zumindest ein größerer Bach auf einem Baumstamm als Brücke überwunden werden. Die Finca liegt an einem Hang, eingebettet in die unglaublich vielfältige und üppig grüne Vegetation des Nebelwaldes Kolumbiens. Oben waren es ca. 16°C. Hier sind wir schon in der "kalten" Region des zentralen Hochlandes. Begleiter ist heute auch Sissy gewesen, Ute´s treue und liebe Dalmatinerin. Eigentlich haben unsere Mädchen Angst vor Perro´s, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit wurde dann schon mal ordentlich am Schwanz gezogen. Der Sissy hat das aber überhaupt nichts ausgemacht.
Ute´s Finca ist ein kleines Haus aus Bambus, das liebevoll eingerichtet ist und in dem es eigentlich an nichts fehlt. Strom, fließend Wasser, Küche, WC, Dusche und im Obergeschoss mehrere Schlafplätze.
Zum Mittag gab es ein typisch kolumbianisches Gericht. Ein in eine Art Bananenblatt eingewickelte Mixtur aus Maisbrei, Kartoffeln, Möhren und Fleisch, genannt Tamales. Das Ganze wird im Topf mit Wasserdampf gegart, bzw. erhitzt. Dazu Salat und gebratene Kochbanane. Superlecker!! Die ninas hatte sich allerdings schon vorher an Bananenchips mit angemachten Quark (mit Limone, Knobi und Salz!) fast satt gegessen.
Zur Siesta habe wir uns in Hängematten auf der Veranda abgelegt. Ist bequemer als es aussieht. Danach habe ich mit meiner Kamera auf die Lauer gelegt, um die überall massenhaft herumschwirrenden Kolibris zu fotografieren. Man hört sie eher, als das man sieht sieht. Um die Finca war das ständiges Brummen und Surren der Flügelschläge zu hören. Angelockt hat Ute die Winzlinge mit Zuckerwasser, das in Flaschen mit speziellen Kolibrischnabelfüttertrichtern bereitgestellt wird. Leider hatte ich mein Tele im Hotel gelassen. Aber die Kolibris sind weniger scheu, als ich dachte. Man kann sie aus 1 Meter Entfernung gut fotografieren.
Sonntag morgen um 10:50 geht es per Flieger zurück nach Bogotá!

Freitag, 11. Dezember 2009

Nachtrag Ü-Day + 17

Es ist geschafft! Pünktlich um 14:00 war unser Gerichtstermin. Wir hatten gerade noch Zeit, vorher unsere Koffer ins Hotel zu bringen. Dann ab per Taxi zum Familiengericht. Wir hatten sogar noch unsere Poolklamotten vom Vortag an. Beatriz, unsere Anwältin hatte alles bestens vorbereitet und mehrfach kontrolliert (Schreibweise der Namen und Passnummern - ganz wichtig!) . Der eigentliche Akt waren drei Unterschriften an einer Art Tresen. Je eine von Mama und Papa und dann noch der Richter. Das Ganze war völlig unspektakulär und locker und hat nur 45min gedauert.
Ein Abschlussfoto, das war´s.
Wenn am Freitag die Geburtsurkunden auf die neuen Nachnamen hoffentlich fertig sind, dann geht es wohl am Sonntag zurück nach Bogotá.

P.S.: Unser zentrales Hotel (Aruna Hotel) in Manizales hat eine gute Küche. Ich hatte 1a Filetsteak mit Soße - lecker

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ü-Day + 17

Wir haben heute morgen das Signal erhalten, uns wieder auf den Weg nach Manizales zu machen. Der anschließende Gerichtstermin steht unmittelbar bevor. Heute Nachmittag, Freitag oder spätestens Montag ist es soweit. Mit Packen sind wir fast fertig. In der nächsten Stunde geht es nach Manizales. Der Rückweg nach Deutschland ist somit eingeläutet :-)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Ü-Day + 16



Dienstag und Mittwoch war und ist Hoteltag. Heute Nachmittag regnet es. Wir haben uns im Restaurant breit gemacht, gucken Fernsehen, Anyi turnt auf Mama rum, Yury spielt Telefon mit meinem Taschenrechner an der Bar (seit Stunden?!) und Papa daddelt mit dem Notebook.
Man kann halt nicht stundenlang im über 40°C warmen Yakuzzi sitzen. Wir planen morgen in den Parc del Cafe nach Montenegro zu fahren (ca. 45min Fahrzeit). Hoffentlich wird das Wetter besser, bei REGEN macht das keinen Spaß. Der Parc del Cafe ist ein sehr großer Freizeitpark mit Folklore, Fahrgeschäften, Tieren, Seil- und Sesselbahn, Shows etc.. Da muss man den ganzen Tag einplanen.
Gestern morgen hatte sich ein Kolibri in das Treppenhaus unseres Hotels verirrt. Der arme Kerl fand an den ganzen Scheiben natürlich nicht mehr den Weg nach draußen. Ich konnte ihn auch nicht raus scheuchen und hatte an der Rezeption Bescheid gesagt. Die haben es aber wohl vergessen. Mittags lag der Winzling dann schon erkaltet auf den Treppen. Der Hubschrauberflug der kleinen Flieger braucht halt viel Energie und so ein kleiner Flieger hat wenig Reserven. So ist er halt bis zur Erschöpfung an den Scheiben entlang geflogen, bis es nicht mehr ging.